Blog der Familie Schuster aus Heiligenstadt - Heiligenstadt im Eichsfeld

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Die Wüstung Riesbach

Heiligenstadt im Eichsfeld
Veröffentlicht von Thomas Schuster in Heiligenstadt · 19 Juni 2020
Tags: Riesbach
Zwischen Günterode und Siemerode am Rießbach befand sich an einer nicht mehr erkennbaren Stelle der Ort Riesbach. Levin Freiherr von Wintzingeroda-Knorr vermerkt: „Wie der Ort hiess, welcher letzterer Stätte einnahm, ist wohl kaum festzustellen. Der Bearbeiter vermutet, dass an der Stätte in dem Zuge der Heiligenstädter Landwehr ein sog. ‚Schlag‘, eine ‚Zollstätte‘ lag, und dass sich bei diesem einige Wohnhäuser, vielleicht auch eine Kapelle befand. Ein kleines Bethaus befindet sich noch daselbst. …“

Die „Wüstung Riespach“ wird am 26. März 1676 mit 28 Hufen aufgeführt. Am 26. Juni 1692 wird „Nicolaus Stein, Richter des Amtes Rusteberg zum Schultheiss im Riespach angenommen und hat als solcher von den Inhabern der Riespachischen Ländereien zu Heiligenstadt, Günterode und Siemerode die Steuern und Abgaben zu erheben.“

Der eingegangene Ort lag an der alten Straße von Günterode nach Siemerode. Am Wegrand befinden sich noch alte Grenzsteine, die ein „H“ in Richtung Heiligenstadt aufweisen.

Auf dem Hügel Richtung Heiligenstadt stand die Riesbachwarte, die zum mittelalterlichen Verteidigungssystem gehörte.

Anmerkung: Der Weg am Rießbach entlang führt vom Stall Günterode (zwischen Flugplatz und Dorf linke Einfahrt) bis zur Landstraße nach Siemerode.



Quelle: Levin, Freiherr von Wintzingeroda-Knorr „Die Wüstungen des Eichsfeldes“ – 1903 - Bild: Vermutete Stelle der Wüstung © Thomas Schuster 2020



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