Interessantes und Neues
Historische Ansichten
Heiligenstadt - Gaststätte "Alte Burg" an der Landstraße nach Uder in den 1930er Jahren
Tag des Geotops 2026
Der bundesweite Tag des Geotops 2026 findet am 20. September 2026 statt. Ziel ist die Vorstellung von Geotopen (erdgeschichtlichen Bildungen wie Gesteinsaufschlüssen, Höhlen oder Fossilien) für die Öffentlichkeit. Es finden geführte Wanderungen, Exkursionen, Vorträge und Museumsöffnungen durch lokale Vereine, Behörden und Museen statt. Der VEH bietet dieses Jahr zwei Exkursionen an:
Exkursion 1: Der Warteberg bei Flinsberg
Im vergangenen Jahr begingen wir den Tag des Geotops mit einer sehr gelungenen Exkursion auf den Warteberg bei Flinsberg. Der Berg bietet nicht nur eine wunderbare Aussicht weit über das Eichsfeld hinaus, sondern auch interessante Gesteinsformationen des Muschelkalks, volkstümliche Sagen und eine bemerkenswerte Geschichte. Zugleich befindet sich hier der geografische Mittelpunkt Deutschlands.
Da einige Interessierte im vergangenen Jahr bedauerten, nicht an der Exkursion teilgenommen zu haben, bieten wir die Wanderung in diesem Jahr erneut an.
Referent: Jürgen Backhaus, Natur- und Landschaftsführer, Heiligenstadt
Datum: Samstag, 5. September 2026, 14 Uhr
Treffpunkt: am Parkplatz Warteberg, dem geografischen Mittelpunkt Deutschlands bei Flinsberg
Interessenten sind herzlich eingeladen!
Text: Peter Anhalt Vorsitzender VEH - Bild: Warteberg im Sommer 2025 © Thomas Schuster Heiligenstadt
Demenz ist im Vormarsch
Demenz ist ein Oberbegriff für ein Syndrom aus mehr als 50 verschiedenen Erkrankungen des Gehirns, die zu einem fortschreitenden Verlust der geistigen Leistungsfähigkeit führen. Die häufigsten primären Demenzformen entstehen direkt im Gehirn, da dort Nervenzellen absterben. Alzheimer-Krankheit ist mit 60 bis 70 Prozent aller Fälle die häufigste Ursache, bei der sich Eiweißablagerungen (Plaques) im Gehirn bilden. Die vaskuläre Demenz macht 15 bis 20 Prozent aus und entsteht durch Durchblutungsstörungen oder kleine Infarkte im Gehirn. Seltenere Erkrankungen sind die Lewy-Body-Demenz und die Frontotemporale Demenz. Weiterhin gibt es Sekundäre Demenzen, die teilweise heilbar sind, weil die Ursache nicht im Gehirn liegt.
Thüringen belegt mit 22 Demenz- Diagnosen pro 1.000 Einwohner bundesweit den zweiten Platz hinter Sachsen (29 pro 1.000). Der Bundesdurchschnitt liegt bei 15 pro 1.000. Keine Region Thüringens liegt unter dem Bundesdurchschnitt.
Die höchsten Werte verzeichnen Weimar (28,2), Gera (27,8) und der Landkreis Greiz (27,3). Die niedrigsten Raten weisen Sonneberg (16,4), Saalfeld-Rudolstadt (17,5) und Sömmerda (17,6) auf.
In Thüringen leben aktuell rund 54.000 Menschen mit Demenz. Im Landkreis Eichsfeld leben derzeit schätzungsweise zwischen 2.000 und 2.300 Menschen mit einer Demenzerkrankung
Bei den über 90-Jährigen ist etwa jeder Vierte betroffen. In der Gruppe der 80- bis 89-Jährigen liegt der Anteil bei knapp 13 %, bei den 70- bis 79-Jährigen bei rund 3 %.
Fast ein Drittel (31 %) der Demenzkranken leidet gleichzeitig an einer Depression. Eine schwere Depression im Lebensverlauf erhöht das Demenzrisiko, während der geistige Abbau umgekehrt depressive Symptome auslösen kann.
Neben Depressionen gelten Bluthochdruck, Diabetes, Übergewicht, erhöhte Blutfettwerte und soziale Isolation als Risiken. Laut dem Lancet-Bericht von 2020 ließen sich bis zu 40 % der Demenzfälle durch Bewegung, gesunde Ernährung, Verzicht auf Alkohol/Nikotin und geistige Aktivität vermeiden oder verzögern.
Wir haben im Eichsfeld nur ein Pflegeheim für Demenzkranke - es ist das katholische Heim St. Elisabeth in Breitenworbis.
Ein großer Pluspunkt dieser Einrichtung ist der hervorragende Personalschlüssel: Pro Pflegeeinheit kümmern sich eine Pflegefachkraft, zwei Pflegekräfte und ein Sozialarbeiter um die Bewohner. Das Heim ist beschützend („geschlossen“) gestaltet, was ein unbeabsichtigtes Weglaufen zuverlässig verhindert.
Jeder Demenzerkrankte hat ein eigenes, sehr schön eingerichtetes Zimmer, das dank eines Zugangssystems nur von der jeweiligen Person selbst verlassen werden kann – so wird die Privatsphäre gewahrt und fremdes Betreten vermieden. Zur Ausstattung gehören zudem eine Klimaanlage auf den Etagen sowie ein gepflegter Garten.
Das Personal begegnet den Menschen stets außerordentlich freundlich und hilfsbereit. Bei jedem meiner Besuche erlebe ich, wie die Bewohner liebevoll im Gemeinschaftsraum betreut werden. Solltet ihr vor der schweren Entscheidung stehen, einen Angehörigen mit Demenz in einer Pflegeeinrichtung unterzubringen, kann ich dieses Heim aus voller Überzeugung empfehlen.
Damit umgeht ihr Probleme, die euch und den Angehörigen treffen können, so wie in meiner Familie. Wenn ihr Rat und Hilfe braucht, stehe ich euch gerne zur Verfügung. Diese Erfahrung war die schwerste in meinem Leben!
Quelle: Eigene Aufzeichnungen und Allgemeiner Anzeiger - Bild: Demenzpflegeheim St. Elisabeth in Breitenworbis © Thomas Schuster Heiligenstadt
Tag des offenen Denkmals 2026
Der Tag des offenen Denkmals 2026 findet am 13. September 2026 statt und steht unter dem bundesweiten Motto „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“ - Historische Bauten, die uns bewegen und verbinden“.
Die offizielle Eröffnung des größten Kulturevents Deutschlands wird in diesem Jahr gemeinsam mit der Stadt Bamberg feierlich begangen.
Präsentiert werden technische und historische Knotenpunkte der Versorgung und des Verkehrs wie Brücken, Kraftwerke, Schulen, Verkehrswege oder Fabrikanlagen. Offizieller Start auf dem Maximiliansplatz in Bamberg durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz. Tausende historische Bauwerke und sonst oft verschlossene Orte öffnen deutschlandweit ihre Türen. Es gibt kostenlose Führungen, Ausstellungen und Mitmachaktionen vor Ort. Das vollständige Verzeichnis aller teilnehmenden Orte lässt sich über die Offizielle Aktionswebsite der Deutschen Stiftung Denkmalschutz abrufen.
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Die Geschichte des Heiligenstädter Jesuitenkollegs
Ich biete hier ein Buch im Namen eines Heimatforschers an, der diesen Band doppelt besitzt. Es handelt sich um den zweiten Teil der übersetzten Chronik des Jesuitenkollegs von Bernhard Opfermann.
Bernhard Opfermann: „Die Geschichte des Heiligenstädter Jesuitenkollegs Teil 2 (1686-1772)
Herausgeber: Mecke Druck und Verlag Duderstadt 1992
Wer Interesse hat, kann sich bei mir melden.