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Napoleon auf Schloss Friedenstein in Gotha
Napoleon Bonaparte war mehrfach in Gotha, insbesondere 1807 und 1813, und hinterließ tiefe Spuren auf Schloss Friedenstein. Ein berüchtigter Vorfall ereignete sich 1813, als er aufgrund eines Albtraums fluchtartig sein Zimmer verließ, das heute als Napoleonzimmer bekannt ist. Auch der historische Napoleon-Hut ist hier zu sehen.
Während der Zeit der napoleonischen Kriege hielt sich der Kaiser der Franzosen 1807 in Gotha auf und bewohnte die Wohnung von Karoline Amalie. Herzog August von Sachsen-Gotha-Altenburg, der von 1804–1822 regierte, war der Gastgeber während dieser turbulenten Zeit. In der Kunstkammer des Schlosses Friedenstein wurden zeitweise auch Reitstiefel Napoleons aus der Schlacht bei Dresden (1813) ausgestellt, die als Leihgabe aus Dresden kamen. Herzog August von Sachsen-Gotha-Altenburg (1772–1822) arrangierte sich als liberaler, kunstsinniger Regent geschickt mit Napoleon, um sein Herzogtum während der napoleonischen Kriege zu schützen. Als Mitglied des Rheinbundes bewahrte er sein Land vor der Zerstörung, während sein Schloss Friedenstein Napoleon 1813 als temporäre Unterkunft diente.

August war kein typischer absolutistischer Herrscher. Er delegierte Regierungsgeschäfte, um sich Kunst und Kultur zu widmen, verhielt sich aber gegenüber Napoleon opportunistisch, um Gotha zu sichern. Wie viele thüringische Kleinstaaten trat Sachsen-Gotha-Altenburg dem von Napoleon dominierten Rheinbund bei, was Schutz vor Einverleibung bot.

Napoleon Bonaparte, einst französischer General und später Kaiser, war schon zu seinen Lebzeiten über Frankreich hinaus berühmt. Kein Wunder also, dass sich zahlreiche Legenden um ihn ranken. Eine dieser Geschichten erzählt von einem unheimlichen Erlebnis im Schloss Friedenstein in Gotha.
Napoleon hatte eine enge Verbindung zum Landesfürsten des Herzogtums Sachsen-Gotha-Altenburg, Herzog August. Dieser bewunderte Napoleon so sehr, dass er jedes Jahr Napoleons Geburtstag mit einem großen Fest auf Schloss Friedenstein feierte. So kam es, dass Napoleon häufiger persönlich die Residenzstadt besuchte.
Auf seiner Reise nach Leipzig machte Napoleon erneut Station in Gotha und plante, die Nacht im Schloss Friedenstein zu verbringen. Herzog August ließ ihm dafür ein besonderes Schlafzimmer herrichten: Ein schwarz-goldener Raum mit einer kunstvollen Stuckdecke, die Sonne und Mond zeigte – jeweils mit den Porträts von Napoleon und Herzog August.
Doch trotz aller Gastfreundschaft plagte Napoleon der Gedanke an die bevorstehende Schlacht. Er verabschiedete sich und versuchte im Zimmer Ruhe zu finden. Mitten in der Nacht wachte er schweißgebadet auf: Das schwarze Bett erschien ihm plötzlich wie ein Sarg und die Kerzen erinnerten ihn an eine Totenwache. In Panik packte Napoleon seine Sachen und verließ das Schloss hastig, um die restliche Nacht bei seinen Soldaten zu verbringen.
Zwar starb Napoleon an jenem Tag nicht, doch kurz darauf verlor er die Völkerschlacht bei Leipzig. Erhalten geblieben ist sein Zweispitz, den er vermutlich vergessen hatte. Eine andere Geschichte erzählt von einem Diener, der ihn genommen und für viel Geld verkaufen wollte.

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