Wissenswertes über den Januar
Der Name Januar stammt vom römischen Gott Janus, der mit zwei Gesichtern dargestellt wird und als Gott des Anfangs und Endes sowie der Türen und Tore gilt. Im ursprünglichen römischen Kalender war der Ianuarius zunächst der elfte Monat mit 29 Tagen. Als im Jahr 153 v. Chr. der Jahresbeginn auf den 1. Januar verlegt wurde, rückte Ianuarius zum ersten Monat vor. Durch die Kalenderreform unter Julius Caesar wurde der Monat ab 45 v. Chr. auf 31 Tage verlängert. Unter Kaiser Commodus hieß der Monat zeitweise Amazonius, erhielt aber später seinen ursprünglichen Namen zurück.
Veraltete Namensformen sind Hartung, Hartmonat, Schneemonat, Eismond, Wintermonat oder Wolfsmonat.
Welche Woche als erste Kalenderwoche eines Jahres zählt, hängt davon ab, auf welchen Wochentag der 1. Januar fällt. Liegt er zwischen Montag und Donnerstag, gehört diese Woche zur ersten Kalenderwoche, da sie mindestens vier Tage im neuen Jahr hat. Daher befindet sich der 4. Januar stets in der ersten Kalenderwoche.
Die Wortform Jänner stammt aus dem Mittelhochdeutschen und geht auf das spätlateinische Ienuarius zurück, worauf auch die Bezeichnungen in anderen romanischen Sprachen wie Spanisch (Enero), Italienisch (Gennaio) und Französisch (Janvier) beruhen. Januar hingegen wurde erst im 18. Jahrhundert direkt aus dem klassischen Latein übernommen. Im 19. Jahrhundert waren beide Begriffe – Januar und Jänner – beispielsweise in Würzburg gleichermaßen gebräuchlich. Das Wort Januar setzte sich im Laufe der Zeit zuerst im Norden des deutschen Sprachraums durch und verdrängte Jänner. Heute wird Jänner selbst im Süden Deutschlands, in Bayern und der Schweiz nur noch selten verwendet.
Bekannte Bauernregeln:
„Morgenrot am Neujahrstag Unwetter bringt und große Plag.“
„Ist der Januar hell und weiß, wird der Sommer sicher heiß.“
„Januar muss vor Kälte knacken, wenn die Ernte gut soll sacken.“
Quelle: Eigene Aufzeichnungen – Bild: Zufahrt zum Gleichenstein © Thomas Schuster Heiligenstadt