Werdigeshäuser Kirche
Ein Ort der Stille und Erholung ist die Werdigeshäuser Kirche, die wie die Kapelle Etzelsbach an einer gleichnamigen Wüstung errichtet wurde. Sie ist per Fahrzeug von der Landstraße nach Kefferhausen oder über die Mehlbeerallee zu Fuß über die Landstraße Wachstedt – Heuthen erreichbar. Ein schöner Weg führt auch von der Unstrutquelle Kefferhausen zur Kapelle.
Einer Sage zufolge stand in der Pfarrkirche von Werdigeshausen ein Gnadenbild des heiligen Cyriakus, das von vielen Einwohnern des Eichsfeldes verehrt wurde. Während eines Krieges wurden sowohl das Dorf als auch die Pfarrkirche vollständig zerstört. Die verbliebenen Dorfbewohner siedelten sich daraufhin in Heuthen und Kefferhausen an und bauten ihre Häuser nicht wieder auf. Beim Aufräumen der Trümmer entdeckte man das Bild des heiligen Cyriakus unversehrt an der ehemaligen Stelle der Kirche. Daraufhin entbrannte ein Streit zwischen Heuthen und Kefferhausen darüber, wem das Gnadenbild zustehen sollte. Das Los entschied zugunsten der Heuthener, die das Bild in einer feierlichen Prozession in ihre Kirche brachten. Doch am folgenden Morgen war das Bild verschwunden und wurde erneut bei den Resten der alten Kirche gefunden. Diese Begebenheit wiederholte sich mehrmals, was die Heuthener als himmlisches Zeichen deuteten. Deshalb errichteten sie an der Stelle der alten Pfarrkirche eine Kapelle, in welcher das Gnadenbild aufgestellt wurde. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde auch diese Kapelle zerstört und das Bild verschleppt. Schließlich wurde 1750 von Pfarrer Cyriakus Frankenberg aus Dingelstädt eine neue Kapelle gebaut, die bis heute von Gläubigen besucht wird.
Quelle und Bild: © Thomas Schuster Heiligenstadt