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Theodor-Storm-Weg
Heiligenstadt im Eichsfeld
Veröffentlicht von Thomas Schuster in Eichsfeld · Freitag 29 Mai 2026 · Lesezeit 2 Minuten
Tags: LindewerraStormweg
Lindewerra - Stadtweg - Kuhtrift - Höheberg-Kammweg – Teufelskanzel (ca. 2,5 km)

Der Novellist und Lyriker Theodor Storm (1817-1888) war von 1856 bis 1864 Richter am königlich-preußischen Kreisgericht in Heiligenstadt. Bei Gerichtsterminen und Ausflügen lernte er das Eichsfeld kennen. Im Mai 1857 wanderte er mit seiner Familie und Freunden von Lindewerra zur Teufelskanzel. Dieser Wanderung und ihrem Ziel setzte er ein literarisches Denkmal in seiner Novelle „Eine Malerarbeit“ (1867), in der er den Aufstieg durch die „Bergschlucht“ und die Aussicht vom Felsen der sagenumwobenen Teufelskanzel begeistert beschrieb:

„Endlich langte man in einem Dorfe unterhalb des Gebirges an, von wo aus es zu Fuß nach der Teufelskanzel hinaufgehen sollte, einem breiten Felsvorsprunge, zu dem ein ziemlich steiler Weg etwa eine Stunde lang durch niedriges Gebüsch hinaufführte. Endlich war die Teufelskanzel erreicht. Sie war nicht unbefugt, diesen Namen zu führen; lotrecht schoß der Fels über hundert Klafter in die Tiefe, wo sich unten im Sonnenglanz die lachendste Landschaft ausbreitete.
Durch grüne Wiesen, an Dörfern und Wäldern vorbei, floß in vielen Krümmungen ein glänzender Strom, dessen Rauschen in der Mittagsstille zu uns heraufklang, und darüber her, in gleicher Höhe mit uns, standen die Lerchen flügelschlagend in der Luft und mischten ihren Gesang in die Musik der Wellen. Wer dessen noch fähig war, der müßte hier von Lebens- und Liebeslust bestürmt werden ...“

Heimatverein des Stockmacherdorfes Lindewerra

Quelle: Infotafel - Bild: Lindewerra 2016


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