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Stein an der Kirche St. Marien Rimbach
Heiligenstadt im Eichsfeld
Veröffentlicht von Thomas Schuster in Eichsfeld · Samstag 09 Mai 2026 · Lesezeit 1:15
Tags: Rimbach
Unterhalb des Fachwerks am oberen Rand des rechten Sandsteinturms befindet sich ein sonderbarer Stein, der hier wahrscheinlich nachträglich eingefügt wurde.
Meine Theorie: Es ist ein Neidkopf, der den "bösen Blick", Neid oder böse Geister vom Haus und seinen Bewohnern fernhalten soll.
Er weist die Form eines Ochsen- oder Stierkopfs auf, die oberen, nach außen ragenden Linien könnten die Hörner darstellen. Die runden Erhebungen in der Mitte wirken wie Augen. Der Ochse steht oft für Stärke, Fruchtbarkeit oder war ein Hinweis auf das Handwerk des Besitzers (z. B. ein Metzger oder Landwirt).

Da Rimbach direkt unterhalb der mächtigen Burgruine Hanstein liegt, dienten solche Reliefs an den Erdgeschossen der Fachwerkhäuser dazu, das Böse "mit seinen eigenen Waffen" zu schlagen. Man glaubte, dass ein Abbild des Teufels oder einer grimmigen Fratze den echten Teufel und Unheil vom Haus fernhalten würde.  
Oft wurden solche Steine bei Umbauten von älteren Gebäuden oder in diesem Fall sogar von der Burg selbst übernommen und in die Fassaden neuerer Fachwerkhäuser integriert.

Vielleicht handelt es sich auch nur um einen Schmuckstein von der Burg Hanstein oder der alten Kirche von Rimbach.

Quelle: Eigene Aufzeichnungen – Bild: 2026 © Thomas Schuster Heiligenstadt



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