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Martin Luther in Erfurt
Heiligenstadt im Eichsfeld
Veröffentlicht von Thomas Schuster in Thüringen · Freitag 19 Jun 2026 · Lesezeit 2 Minuten
Tags: ErfurtMartinLuther
Erfurt gilt als die geistige Heimat Martin Luthers. Zwischen 1501 und 1511 prägte die Stadt sein Leben entscheidend: Er studierte an der alten Universität, trat 1505 nach einem prägenden Gewitter im Augustinerkloster in den Mönchsorden ein und wurde 1507 zum Priester geweiht.

Die wichtigsten historischen Stätten Luthers in der Erfurter Altstadt lassen sich zu Fuß erkunden. Das evangelisches Augustinerkloster ist die bedeutendste Lutherstätte Erfurts. Hier lebte und arbeitete der Reformator sechs Jahre lang. In der Dauerausstellung „Bibel-Kloster-Luther“ kann die authentische Lutherzelle besichtigt werden.
In der alten Universität „Collegium Maius“ nahm Luther ab 1501 sein Grundstudium und das anschließende Jurastudium auf. Er selbst nannte die Universität später seine "Mutter".

Auf dem Anger steht das bekannte, 1889 vom Bildhauer Fritz Schaper errichtete Denkmal des Reformators. Es erinnert an seine berühmte Predigt in der benachbarten Kaufmannskirche aus dem Jahr 1522.

Martin Luther hielt seine berühmte Predigt „Von Kreuz und Leiden eines rechten Christenmenschen“ am 22. Oktober 1522 in der Kaufmannskirche in Erfurt. Auf Bitten seines Vertrauten Johannes Lang reiste der Reformator heimlich aus seinem Versteck auf der Wartburg in die Stadt. Luther betonte, dass der wahre christliche Glaube nicht durch Zwang verbreitet werden darf.

In der Georgenburse in der heutigen Jugendbildungsstätte in der Michaelisstraße wohnte der junge Luther während seiner Studentenzeit.

Quelle: Eigene Aufzeichnungen – Bild: Lutherdenkmal vor der Kaufmannskirche in Erfurt 2026 © Thomas Schuster Heiligenstadt



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