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Kreta - Knossos
Heiligenstadt im Eichsfeld
Veröffentlicht von Thomas Schuster in Zeitgeschehen · Freitag 11 Sep 2026 · Lesezeit 2 Minuten
Die minoische Kultur auf der Insel Kreta gilt als die frühste Hochkultur Europas und blühte ungefähr von 2600 bis 1450 v. Chr. Das Zentrum lag auf Kreta, einer großen Insel im Mittelmeer. Berühmt sind die großen Palastanlagen wie Knossos mit mehrstöckigen Gebäuden und Wasserleitungen.

Die Minoer bauten eine große Flotte und handelten im gesamten Mittelmeerraum. Sie pflegten enge Handelsbeziehungen zum alten Ägypten und zum Vorderen Orient. Um 1450 v. Chr. erschütterten Vulkanausbrüche und Erdbeben das Land. Das Volk der Mykener vom griechischen Festland nutzte die Schwäche aus und übernahm die Macht auf Kreta.

In der griechischen Mythologie war Minos der mächtige König von Kreta, Sohn des Zeus und der Europa. Er soll im Palast von Knossos residiert und eine große Seemacht im Mittelmeer angeführt haben. Die Bezeichnung „minoische Kultur“ leitet sich von diesem sagenhaften Herrscher ab. Ob „Minos“ ein echter Name oder ein allgemeiner Herrschertitel (vergleichbar mit Pharao oder Kaiser) war, ist in der Forschung umstritten.

Neuere Forschungen zeigen, dass vermutlich mächtige Priesterinnen an der Spitze dieser Gesellschaft standen.

„Die Erde hat gebebt – unweit der kretischen Küste war der Vulkan Thera ausgebrochen. Eine Rauchwolke verdunkelt zunehmend den Himmel – das Wasser zog sich zurück und formierte eine Tsunamiwelle. Schnell – sehr schnell kamen die Menschen im bronzezeitlichen Knossos zusammen. Sie wollten weiteres Unheil abwenden und versammelten sich im Thronsaal des Palastes zu einer Zeremonie. Doch es war zu spät. Mitten in das religiöse Ritual bricht die Katastrophe auch über Knossos hinein. …“
Arthur Evans 1900

Bilder: © Thomas Schuster


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