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Katakomben von Paris
Heiligenstadt im Eichsfeld
Veröffentlicht von Thomas Schuster in Welt · Donnerstag 24 Sep 2026 · Lesezeit 1 Minuten
Tags: Paris, Katakomben
Die Katakomben von Paris (Les Catacombes de Paris) bilden das größte unterirdische Beinhaus der Welt und beherbergen die Gebeine von rund sechs Millionen Menschen. Das riesige Labyrinth aus Tunneln erstreckt sich über mehrere hundert Kilometer unter der französischen Hauptstadt, wobei ein rund 1,5 Kilometer langer Abschnitt offiziell als Museum für Besucher zugänglich ist.

Die Tunnel entstanden ursprünglich ab der Römerzeit als unterirdische Steinbrüche für den Kalksteinabbau, aus dem Paris gebaut wurde. Im späten 18. Jahrhundert waren die Pariser Friedhöfe (allen voran der Cimetière des Innocents) so überfüllt, dass sie zu einer extremen Gesundheitsgefahr für die Bevölkerung wurden. Ab 1785 wurden die Friedhöfe über Jahrzehnte hinweg geräumt. Die Gebeine wurden bei Nacht in die stillgelegten Steinbrüche überführt. Im 19. Jahrhundert wurden die Knochen schließlich kunstvoll zu Mustern und Wänden aufgeschichtet.

Bild: 2026 © Alexander Schuster Erfurt



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