Hambacher Fest
Veröffentlicht von Thomas Schuster in Zeitgeschehen · Donnerstag 28 Mai 2026 · 2 Minuten
Tags: Hambacher, Fest
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Das „Nationalfest der Deutschen“ bezeichnet historisch das Hambacher Fest vom 27. bis 30. Mai 1832 auf dem Hambacher Schloss in der Pfalz. Rund 30.000 Menschen demonstrierten dort friedlich für Freiheit, Grundrechte, nationale Einheit sowie einen europäischen Völkerbund.
Unter dem Deckmantel eines „Nationalfestes“ fand die bis dahin größte politische Massenveranstaltung in Deutschland statt. Zu den Forderungen gehörten die Presse- und Meinungsfreiheit, Versammlungsfreiheit, Abschaffung der Zensur sowie die Überwindung der Kleinstaaterei hin zu einem geeinten deutschen Nationalstaat.
Die Reaktion der Fürsten war die Verschärfung der Repressionen, was die demokratische Bewegung im Deutschen Bund zunächst stoppte. Heute gilt dieses Ereignis als eine der wichtigsten Wurzeln der deutschen Demokratiegeschichte.
Die Gedanken sind frei
Die Gedanken sind frei,
wer kann sie erraten,
sie fliehen vorbei,
wie nächtliche Schatten.
Kein Mensch kann sie wissen,
kein Jäger erschießen.
Es bleibet dabei:
Die Gedanken sind frei.
Ich denke, was ich will,
und was mich beglücket,
doch alles in der Still,
und wie es sich schicket.
Mein Wunsch und Begehren
kann niemand verwehren,
es bleibet dabei:
die Gedanken sind frei.
Ich liebe den Wein,
mein Mädchen vor allen,
sie tut mir allein
am besten gefallen.
Ich bin nicht alleine
bei meinem Glas Weine,
mein Mädchen dabei:
die Gedanken sind frei.
Und sperrt man mich ein
im finsteren Kerker,
das alles sind rein
vergebliche Werke;
denn meine Gedanken
zerreißen die Schranken
und Mauern entzwei:
die Gedanken sind frei.
Drum will ich auf immer
den Sorgen entsagen
und will mich auch nimmer
mit Grillen mehr plagen.
Man kann ja im Herzen
stets lachen und scherzen
und denken dabei:
die Gedanken sind frei.
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben