© www.schuster-heiligenstadt.de
Direkt zum Seiteninhalt
Försterwohnung auf dem Altenstein
Heiligenstadt im Eichsfeld
Veröffentlicht von Thomas Schuster in Eichsfeld · Donnerstag 13 Jun 2024
Tags: BurgruineAltenstein
Nach Ende des Dreißigjährigen Krieges wurde die Burg als Försterwohnsitz genutzt. Der letzte Förster Borkenhagen verlegte die Wirtschaftsgebäude vom Innenhof der Burg vor die Anlage. Die Gebäude hatten keinen Strom und wurden von einer höher liegenden Quelle mit Wasser versorgt.

Über das Forsthaus weiß der Heimatforscher Eduard Fritze zu berichten:

„… Bedingt durch die landschaftliche schöne Lage auf einem Bergsporn in einem großen Talkessel, ringsum vom Wald umgeben, wurde der Altenstein schon früh zu einem Besuchermagnet. Besonders an Wochenenden kamen sehr oft zahlreiche Besucher. Frau Borkenhagen nahm dies zum Anlass, eine Schankwirtschaft zu betreiben, in der vorrangig eigene Produkte angeboten wurden und erhielt die erforderliche Konzession. … Der Förster Leopold Borkenhagen wurde am 15. Januar 1946 von einem polnischen Zwangsarbeiter in seiner Wohnung erschossen.“

Nach dem Zweiten Weltkrieg diente das Gebäude von 1955 bis 1961 als Kinderferienlager. Wegen seiner Grenznähe wurde das Gebäude 1973 gesprengt. Das Schicksal traf viele alte Gebäude an der Grenze, nicht nur im Eichsfeld. Besonders zu erwähnen sind der Ober- und Unterstein, Kloster Teistungenburg und der Keudelstein.

www.schuster-heiligenstadt.de

Quelle: Eduard Fritze: Die Forsthäuser des Eichsfeldes und des Hainichs – Bild: Stich aus dem Jahre 1858 von Lange



Zurück zum Seiteninhalt