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Eine Beschreibung des Eichsfeldes 1928
Heiligenstadt im Eichsfeld
Veröffentlicht von Thomas Schuster in Eichsfeld · Freitag 28 Nov 2025 · Lesezeit 1:30
Tags: Beschreibung
In dem Beitrag „Ein Thüringer Grenzwächter“ beschreibt K. Heepe aus Mühlberg in Thüringen das Eichsfeld:

„Viele Leute, die das Eichsfeld nicht kennen, bekommen ein halbes innerliches Grauen, wenn sie von dieser Landschaft hören. Sie stellen es sich vor als eine Art milderen Grönlandes, in welchem die Bewohner allesamt am Hungertuche nagen und die Temperatur nur selten und wenig über den Nullpunkt steigt. Dem ist aber nicht so, wenngleich wegen seiner Höhenlage die Jahrestemperatur dort etwas niedriger und daher rauher ist als im übrigen Thüringen. Denn zu Thüringen gehört es nach seinem geologischen Aufbau und bildet dessen natürlichen Abschluß im Nordwesten. Diese Zugehörigkeit möchte mancher Thüringer am liebsten gänzlich von der Hand weisen. Ihm erscheint „sein“ Thüringen als das Land des Sonnenscheins, das Eichsfeld dagegen als das Gebiet der Kälte und Unfruchtbarkeit. Wer letzteres aus der Erfahrung kennt, der urteilt anders, günstiger über dasselbe. Was zumal landschaftliche Schönheit anbelangt, da bietet es dem Auge zahlreiche köstliche Schätze in seinen Bergen, Tälern, Burgen, Ruinen und herrlichen, rauschenden Wäldern.

Als einen der schönsten Ausschnitte des Eichsfeldes kann man wohl die Burg Hanstein mit ihrer nächsten Umgebung ansprechen. Da, wo die drei Provinzen Sachsen, Hessen-Nassau und Hannover fast in einem Punkte zusammenstoßen, wo sich Werra und Leine am nächsten kommen, wo die Sprachgrenze zwischen Hoch- und Niederdeutsch ist, da liegt auf einem letzten Ausläufer der Eichsfelder Berge, dem Höheberge, der Hanstein, eine jener mittelalterlichen Burgen, die wir deren im unteren Werratale eine ganze Anzahl treffen …“

Quelle: Thüringer Monatsblätter Nr. 1 26. Jahrgang 1928 – Bild: Der Hanstein nach seinem Dornröschenschlaf im Jahre 1989 © Thomas Schuster Heiligenstadt


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