Die Lichter vom Altenstein
Wenn der Abend über die Wälder bei Asbach-Sickenberg sinkt
und der Nebel aus dem Tal steigt, meiden die Alten den Weg zur Burgruine
Altenstein. Denn dann, so heißt es, erwacht die Burg noch einmal zum Leben.
Wanderer berichten, dass man in stillen Nächten dumpfes
Klopfen aus dem Fels hören kann, als würde tief unter den Ruinen jemand mit
Hammer und Eisen arbeiten. Manchmal mischt sich darunter das Klingen von Ketten
oder ein fernes Murmeln, das der Wind nicht erklären kann.
Besonders in mondlosen Nächten erscheinen zwischen den
Mauern blasse Lichter. Sie schweben langsam über dem Boden, wechseln ihre Farbe
von fahlem Weiß zu gelblichem Grün und verschwinden, sobald man ihnen zu nahe
kommt. Alte Leute sagen, es seien die Seelen jener, die einst an der Burg
schufteten – Knechte, Wächter und Gefangene, deren Leben im Schatten der Mauern
endete.
Eine Sage erzählt von einem Grenzgänger, der spät am Abend
den Berg hinaufstieg. Als er die Ruine erreichte, sah er ein Licht aus einem
Mauerspalt dringen. Neugierig folgte er ihm. Plötzlich wurde es eiskalt, und
der Wald verstummte. Das Licht zog sich zurück, tiefer in die Steine hinein,
und mit ihm ein leises Flüstern, das seinen Namen zu kennen schien.
Der Mann floh in panischer Angst. Am nächsten Tag fand man
ihn weit unten im Tal, bleich und verstört. Er sprach nie wieder über das, was
er gesehen hatte – nur dass die Burg „nicht tot“ sei.
Bis heute sagen die Menschen aus der Gegend:
Wer bei Nacht die Lichter von Altenstein sieht, sollte stehen bleiben, sich nicht nähern und schweigend den Rückweg antreten. Denn nicht jedes Licht weist den Weg – manche führen in die Tiefe.
Wer bei Nacht die Lichter von Altenstein sieht, sollte stehen bleiben, sich nicht nähern und schweigend den Rückweg antreten. Denn nicht jedes Licht weist den Weg – manche führen in die Tiefe.
Quelle und Bild: 2022 bearbeitet und recherchiert-formuliert von KI