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Die Heiligenstädter Apotheken
Heiligenstadt im Eichsfeld
Veröffentlicht von Thomas Schuster in Heiligenstadt · Samstag 14 Mär 2026 · Lesezeit 2:00
Tags: Apotheken
In Heiligenstadt gab es insgesamt 6 Apotheken. Neben den drei „Apotheken in Heiligenstadt“ (Schwanen-, Amalien- und Vincenz-Apotheke) gibt es heute noch die „Apotheke am Holzweg“ und die „Liethen-Apotheke“.

Eine der ältesten Apotheke in Heiligenstadt, die „Alte Apotheke“ oder auch „Engelsapotheke“ in der Stubenstraße, wurde im Dezember 2022 geschlossen. Zuvor befand sich bis 1780 im Golden-Kreuz-Gebäude in der Wilhelmstraße eine Apotheke. Das Gebäude wurde aber erst nach dem Stadtbrand 1739 erbaut, daher muss es vorher in einem anderen Haus eine Apotheke gegeben haben.

Johann Wolf schreibt 1800 über die „Apotheker“:

„Apotheken sind zuerst an Universitäten und in Residenzstädten angelegt worden, später in anderen Städten durch das Magistrat. Der erste Apotheker, den ich gefunden habe, war 1634 Nikolaus Helwig; vermutlich gehörte ihm die Apotheke selbst, da der Rat [der Stadt] nie eine eigene besessen hat. Die nächsten Apotheker nach Helwig bis hin zu Alexander Flucke sind unbekannt. Dieser war 1714 zugleich Bürgermeister und ist am 19. März 1735 gestorben. Nun folgte N. Engel.
Nach Engel erhielt der Apotheker Koch von Herzberg um das Jahr 1746 das Privileg auf 11 Jahre, sich im „Goldenen Kreuz“ niederzulassen. Als dieser abging, zog Dr. Thomas Vogt von Lengenfeld in dasselbe Haus und stand der Apotheke etwa bis 1763 vor.

Dann kam Malsch von Mühlhausen ins „Goldene Kreuz“. Er wollte zwar nach 1780 in seinem eigenen Haus die Apothekerkunst fortsetzen; allein seine häuslichen Umstände gestatteten ihm nicht, die nötigen Arzneien zu beschaffen, weshalb man sich einen anderen Apotheker wünschte.

Indessen meldete sich Ernst Panse von Nörten, ein sowohl geschickter als auch dienstfertiger, rechtschaffener Mann, der sich vor kurzer Zeit in Dingelstädt niedergelassen hatte. Er kaufte 1780 das Haus Nr. 415 in der Stubengasse und richtete es als Apotheke ein, wofür er ein kurfürstliches Privileg erhielt. Der Tod gönnte ihn den Heiligenstädtern nicht länger als bis zum 29. August 1785.
Die Witwe Panse heiratete nachher Herrn Keidel von Göttingen, welcher die Apotheke noch jetzt besitzt.“

Quelle: Johann Wolf Heiligenstadt 1800 – Bild: Im „Golden Kreuz“ (auf dem Dach zu sehen) befand sich nach dem Stadtbrand eine Apotheke um 1920 aus dem Museum


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