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Die älteste Erwähnung der Bratwurst
Heiligenstadt im Eichsfeld
Veröffentlicht von Thomas Schuster in Thüringen · Donnerstag 27 Aug 2026 · Lesezeit 2 Minuten
Tags: ArnstadtKlosterBratwurst
Arnstadt gilt als der Ort der ältesten urkundlichen Erwähnung der Thüringer Bratwurst. Im Jahr 2000 entdeckte ein Archivar eine Eintragung im Rechnungsbuch des dortigen Jungfrauenklosters (Walpurgiskloster) vom 20. Januar 1404. In der Propsteirechnung von Probst Johann von Siebeleben heißt es wörtlich: wl g vor darme czu brotwurstin" (1 Groschen für Bratwurstdarme).

Diese Notiz gilt als der erste unumstößliche, schriftliche Nachweis für die Existenz der echten Thüringer Bratwurst. Sie stach damit eine deutlich jüngere Urkunde aus Nurnberg aus dem Jahr 1595 aus. Zwar gibt es in jüngster Zeit historische Funde aus Erfurt (eine Urkunde von 1269, die einen Fleischbräter erwähnt), jedoch bleibt die Arnstädter Rechnung das älteste Dokument, das explizit das konkrete Wort „Bratwurst“ nennt.

Auf der Informationstafel steht:

Die urkundliche Ersterwähnung von Bier und Bratwurst im Jungfrauenkloster

„Die Gründung des Walpurgisklosters wird im 11. Jhd. vermutet. Erstmalig urkundlich erwähnt wird es im Jahr 1196 in einer in Erfurt ausgefertigten Urkunde. Das Kloster lag außerhalb der Stadt auf einem Bergrücken, bevor es um 1309 in die Stadt Arnstadt zur Liebfrauenkirche verlegt wurde; fortan hieß es Jungfrauenkloster. Die Liebfrauenkirche diente fortan neben ihrer Funktion als Pfarrkirche dem Nonnenkonvent als Klosterkirche. Infolge der Reformation wurde das Kloster bei der ersten Visitation 1533 aufgehoben. Die Nonnen durften im Kloster weiterleben; die letzte starb 1566. …“

Quelle: Eigene Aufzeichnungen, Infotafel vor dem Gebäude – Bild: 2026 © Thomas Schuster Heiligenstadt



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