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Der Weiße Sonntag
Heiligenstadt im Eichsfeld
Veröffentlicht von Thomas Schuster in Zeitgeschehen · Sonntag 12 Apr 2026 · Lesezeit 1:15
Tags: WeißeSonntagKommunion
Der Weiße Sonntag ist der erste Sonntag nach Ostern und beendet die Osteroktav. Der Name leitet sich von den weißen Taufgewändern (Alben) ab, die Neugetaufte in der frühen Kirche bis zu diesem Tag trugen. Heute ist er traditionell ein Haupttermin für die feierliche Erstkommunion, bei der Kinder in weißen Gewändern oder heller Kleidung auftreten.

Der Name Dominica in albis (Sonntag in weißen Gewändern) geht auf das Ablegen der weißen Taufkleider zurück, die eine Woche lang nach der Taufe in der Osternacht getragen wurden. Das Weiß symbolisiert die Reinigung von der Sünde, Neugeburt im Glauben und die Auferstehung.

Seit dem 18. Jahrhundert (erstmals 1673 in Luzern erwähnt) ist der Weiße Sonntag ein zentraler Tag für die Erstkommunion. Die Kinder tragen oft weiße Kleider oder Einheitsalben, was die Reinheit und die Gemeinschaft als "neue Christen" betont. Der Brauch ist besonders in katholisch geprägten Regionen verbreitet.

Obwohl die Erstkommunion in vielen Gemeinden heute nicht mehr zwingend an diesem Sonntag stattfindet, bleibt er ein starkes Symbol für den Eintritt in die eucharistische Gemeinschaft. Zudem wird der Sonntag nach Ostern von der katholischen Kirche als „Sonntag der göttlichen Barmherzigkeit“ begangen. In Heiligenstadt feiert die Gemeinde Sankt Gerhard erst nach dem Weißen Sonntag die Erstkommunion.

Quelle: Eigene Aufzeichnungen – Bild: © Thomas Schuster Heiligenstadt


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