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Der Ministerblick über Lindewerra
Heiligenstadt im Eichsfeld
Veröffentlicht von Thomas Schuster in Eichsfeld · Mittwoch 01 Jul 2026 · Lesezeit 2 Minuten
Tags: LindewerraHöhebergMinisterblick
Der „Ministerblick“ ist ein markanter und geschichtsträchtiger Aussichtspunkt im Eichsfeld, der sich auf dem Höheberg direkt an der ehemaligen innerdeutschen Grenze oberhalb des Stockmacherdorfs Lindewerra befindet. Seinen Namen verdankt der Punkt einem Staatsbesuch aus der DDR-Zeit im Jahr 1984. Damals traf sich der Verteidigungsminister der DDR, Heinz Hoffmann, an genau dieser Stelle mit seinem nordkoreanischen Amtskollegen. Ziel des Treffens war es, sich vor Ort anzusehen, wie Grenzbefestigungsanlagen in topographisch schwierigem und steilem Gelände konstruiert und überwacht werden. Im Volksmund etablierte sich daraufhin rasch die Bezeichnung „Ministerblick“ für diese Stelle im damaligen Sperrgebiet.

Nach der Wende wurde das ehemalige Grenzgebiet Teil des Grünen Bandes. Was einst ein Symbol der Teilung war, ist heute ein friedlicher Panoramablick. Vom Ministerblick aus schaut man hinab in das Werratal auf die Flussschleife bei Lindewerra und weit hinüber zu den hessischen Höhenzügen im benachbarten Geo-Naturpark Frau-Holle-Land sowie auf die Junkerkuppe.

Im Jahr 2022 wurde am Lindewerrablick ein kleiner, knapp 10 Meter hoher Aussichtsturm errichtet, um den Besuchern eine noch bessere Sicht über die Baumwipfel hinweg zu ermöglichen.

Der Punkt liegt auf einer anspruchsvollen, geschichtsträchtigen Wanderroute, die sich ideal mit einem Besuch der nahegelegenen Teufelskanzel verbinden lässt. Zu erreichen ist er unter anderem über den ehemaligen Kolonnenweg, dessen typische Lochplattenwege noch heute als Relikte der Grenze sichtbar sind.

Quelle: Eigene Aufzeichnungen – Bild: Ministerblick von Lindewerra aus gesehen 2026 © Thomas Schuster Heiligenstadt



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