Der heilige Blasius von Sebaste
Veröffentlicht von Thomas Schuster in Eichsfeld · Dienstag 03 Feb 2026 · 1:30
Tags: Blasius, Ägidienkirche
Tags: Blasius, Ägidienkirche
Jedes Jahr am 3. Februar - seinem Gedenktag - wird in
vielen Kirchen der Blasiussegen gespendet. Der Priester hält zwei brennende,
überkreuzte Kerzen vor das Gesicht oder den Hals des Gläubigen. Die
Segensformel lautet: „Auf die Fürsprache des heiligen Bischofs und Märtyrers
Blasius bewahre dich der Herr vor Halskrankheiten und allem Bösen. Es segne
dich Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.“
Blasius gehört zu den Vierzehn Nothelfern. Er ist der
Schutzpatron für Halsleiden, Keuchhusten und Zahnschmerzen, der Ärzte,
Bäcker, Weber und Musikanten (insbesondere Bläser). Sein typisches
Erkennungsmerkmal in der Kunst sind die zwei gekreuzten Kerzen.
Der heilige Blasius von Sebaste ist einer der bekanntesten
Nothelfer der katholischen Kirche. Er lebte im 3. und 4. Jahrhundert und war
Bischof von Sebaste im heutigen Armenien/Türkei.
Blasius war ursprünglich Arzt, bevor er zum Bischof
gewählt wurde. Während der Christenverfolgung unter Kaiser Licinius zog er sich
in eine Höhle zurück, wo er der Legende nach sogar wilde Tiere zähmte und
heilte. Schließlich wurde er entdeckt, gefangen genommen und im Jahr 316 nach
grausamen Foltern enthauptet. Die bekannteste Legende erzählt, dass Blasius
auf dem Weg zum Gefängnis einem Jungen das Leben rettete, der an einer
Fischgräte zu ersticken drohte. Blasius sprach ein Gebet, und der Junge wurde
geheilt. Deshalb gilt er bis heute als Schutzpatron bei Halskrankheiten.
Quelle: Eigene Aufzeichnungen – Bild: heiliger Blasius im
Nothelferaltar der Ägidienkirche © Thomas Schuster Heiligenstadt