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Backofen im Barockgarten
Heiligenstadt im Eichsfeld
Veröffentlicht von Thomas Schuster in Heiligenstadt · Montag 02 Mär 2026 · Lesezeit 1:30
Tags: KollegJesuitenBarockgarten
Bei Schachtarbeiten hinter dem Kolleg am 24. November 1999 wurde ein Backofen aus dem 17. Jahrhundert gefunden, der den Jesuiten zugeordnet werden kann. Der Backofen befindet sich in einem sehr guten Zustand, hat die Abmaße 3 x 2,50 m im Oval und geht 2 m in die Tiefe. Gemauert wurde er aus Sandstein und Lehm. Ein Backhaus auf dem Areal des Kollegs gilt als überliefert, er soll mehrmals auf dem Gelände verlegt worden sein. Neben dem Ofen wurde auch bemalte Keramik gefunden.

Der historische Ofen wurde mit einer Umrahmung versehen und mit einer Glasplatte abgedeckt. Unterhalb der Tafel ist ein Schalter für die Beleuchtung angebracht, die leider nicht funktioniert. Mittlerweile wird der Ofen durch Bewuchs und die verschmutzte Scheibe verdeckt und ist kaum noch sichtbar.

Text Tafel:
Bei der Neugestaltung des Barockgartens im Jahr 2002 durch das Landesamt für Archäologie freigelegter Ofen.
Starke Hitzespuren an den Steinen lassen auf eine handwerkliche Nutzung schließen. Der Ofen besaß einen eingetieften Feuerungsraum mit vorgelagertem Schürkanal. Das Brenngut wurde ebenerdig auf einen Zwischenboden eingefüllt. Vermutlich wurde der Ofen für das Brennen von Backsteinen oder Ziegeln genutzt. Fundmaterial datiert ihn in das 18. Jahrhundert. Am wahrscheinlichsten ist nach den urkundlichen Belegen ein Zusammenhang mit dem großen Stadtbrand von 1739. Der große Bedarf an Baumaterial zum Wiederaufbau der Häuser hatte wohl zur Folge, dass man entgegen den üblichen Vorschriften innerhalb der Stadt Brennöfen errichten musste.

Quelle: Eigene Aufzeichnungen, Infotafel – Bild: Zustand 2026 mit freigelegten Oden 1999 © Thomas Schuster Heiligenstadt



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