Aus dem Archiv: Von der Fichte zur Buche auf dem Dün
"Auf dem Dün bei Heiligenstadt brach am 7. Mai 1879 ein Waldbrand aus und vernichtete sieben Morgen des jungen Fichtenbestandes (rd. 9000 Bäume), den Oberförster Vocke erst 1867 mit viel Mühe hatte anpflanzen lassen. Dreißig Jahre später, am 6. Mai 1909, vernichtete ein Waldbrand acht Morgen der schon herangewachsenen Fichten bei „Dreizehn Linden". Oberförster Vocke wußte wohl, daß der Dün mit seinem Muschelkalkplateau kein geeigneter Boden für Nadelhölzer ist. Wenn er trotzdem die Fichte zur Aufforstung verwandte, so geschah dies, um zunächst Humus für die nach Jahrzehnten folgende Buche zu schaffen. Die Forstwirtschaft rechnet mit so langen Zeiträumen. Jetzt wird nach dem Abholzen der älteren Bestände auf dem Dün die Buche schon Nährboden finden."
Quelle: Thüringer Tageblatt 1983, Egon Grohmann – Bild: Dün 1950 – Bild aus Archiv © Thomas Schuster Heiligenstadt