Aus dem Archiv: Sah ein Knab ein Röslein stehn
Veröffentlicht von Thomas Schuster in Eichsfeld · Dienstag 20 Jan 2026 · 1:00
Tags: Kirchohmfeld, Heinrich, Werner, Heideröslein
Tags: Kirchohmfeld, Heinrich, Werner, Heideröslein
„Am 20. Januar (1979) jährte sich zum 150. Male der Tag, an dem das bekannte Lied vom Heideröslein erstmals in einem Konzert öffentlich vorgetragen wurde. Der Komponist Heinrich Werner, geboren am 2. Oktober 1800 in Kirchohmfeld bei Worbis, dirigierte den von ihm geleiteten Gesangverein „Braunschweiger Liedertafel“ und erntete reichen Beifall. Über das „Heideröslein“ gibt es etwa 80 Vertonungen, doch ist nur die Melodie von Heinrich Werner volkstümlich geworden und hat die Verse Goethes vom Knaben, der die Rose brach, weltbekannt gemacht.
Die Gemeinde Kirchohmfeld errichtete dem Künstler inmitten des Dorfes ein Denkmal (Einweihung am 31. Juli 1910), das noch heute einen Anziehungspunkt für wandernde Schulklassen und Worbiser Kurgäste bedeutet. Heinrich Werner widmete sich als Komponist vor allem der Liedkomposition. Unter den Textdichtern findet man neben Goethe auch den wegen seiner freiheitlichen Gesinnung eingekerkerten Schubart sowie Theodor Körner, den Dichter und Sänger der Freiheitskriege.
Werner vertonte viele Revolutions- und Freiheitslieder und stellte sich als Künstler in seiner Zeit auf die Seite des gesellschaftlichen Fortschritts. …“
Quelle: Eichsfelder Heimathefte 3/79, Hans Demme – Bild: Heinrich Werner Denkmal in Kirchohmfeld 2015 © Thomas Schuster Heiligenstadt