Aus dem Archiv: Medizinische Betreuung im Kreis Worbis im Jahre 1909
„Am 1. Mai 1909 gab es im Kreis Worbis 4 Apotheken: in Worbis, Leinefelde, Niederorschel und Großbodungen sowie zwei Filialen: in Weißenborn (Filiale von Großbodungen) und Breitenworbis (Filiale von Worbis). Approbierte Ärzte (Zivilärzte) sind für den gleichen Zeitpunkt nachweisbar in Worbis = 2, Breitenworbis = 1, Niederorschel = 2, Großbodungen = 1, Weißenborn = 1 und Leinefelde = 1. Nur in Worbis und Großbodungen gab es je einen Zahntechniker, und ebenso waren in Worbis, Niederorschel, Weißenborn, Kirchworbis, Gernrode, Birkungen und Neustadt je ein berufsmäßiger Heildiener (einschließlich der Masseure und Desinfektoren) tätig.
Von den 16 im Kreis nachweisbaren staatlich anerkannten und berufsmäßigen Krankenpflegern, die ausschließlich oder vorwiegend häusliche Krankenpflege ausübten, entfielen auf Bernterode 2, Breitenholz 4, Deuna 2, Leinefelde 3, Niederorschel 4 und Breitenbach 1. 15 staatlich anerkannte und berufsmäßige Krankenpfleger waren in den Heil- und Pflegeanstalten des Kreises tätig, und zwar in Worbis 7, Breitenworbis 5 und Neustadt 3. In Brehme war eine nicht approbierte, mit der Behandlung kranker Menschen berufsmäßig beschäftigte Person tätig, und 49 Hebammen gab es in den einzelnen Gemeinden des Kreises, einschließlich der Kreisstadt.“
Quelle: Eichsfelder Heimathefte 2/85, H. Godehardt – Bild: Apotheke Großbodungen um 1910 (KI bearbeitet) © Thomas Schuster Heiligenstadt