Mariä Lichtmeß
Veröffentlicht von Thomas Schuster in Zeitgeschehen · Montag 02 Feb 2026 · 1:45
Tags: Maria, Lichtmeß
Tags: Maria, Lichtmeß
An Maria Lichtmess am 2. Februar wird die Darstellung Jesu im Tempel gefeiert, 40 Tage nach Weihnachten, als Jesus von den Propheten als das Licht der Welt erkannt wurde. Das Fest markiert das endgültige Ende der Weihnachtszeit, symbolisiert die Rückkehr des Lichts nach dem Winter und war früher wichtig für das bäuerliche Jahr (Beginn der Feldbestellung) sowie für den Wechsel von Dienstboten, oft verbunden mit Kerzenweihen und dem Abbau des Weihnachtsbaums.
Maria und Josef bringen den 40 Tage alten Jesus nach jüdischem Gesetz in den Tempel, um ihn Gott zu weihen. An Maria Lichtmess Ende der Weihnachtszeit - der Weihnachtsbaum und die Krippe wurden traditionell zu Lichtmess abgebaut. An diesem Tag wurde früher oft auch der Jahreslohn für Dienstboten ausgezahlt.
„Ist's an Lichtmess hell und rein, wird's ein langer Winter sein.“
Aus dem Archiv:
„Es heißt nicht umsonst im Volksmund einfach „Lichtmeß“, hat es doch unmittelbar mit dem steigenden Licht zu tun, das wir allesamt so sehr herbeisehnen. Wenn wir genug frühzeitig zu Abend essen, kann es – sofern nicht Regenwolken unseren Horizont verdunkeln - noch bei Licht geschehen. „Ist es Lichtmeß hell und klar, gibt es ein gutes Erntejahr“. 1982 traf es zu - wir wollen dasselbe für 1983 hoffen. „Maria Lichtmeß“ ist ursprünglich ein Fest, welches das göttliche Kind anging: seine Darstellung im Tempel. Weil der greise Simeon das Jesuskind als „Licht zur Erleuchtung der Heiden“ pries, weiht die Kirche an diesem Tag Kerzen und heißt dieses Fest „Maria Lichtmeß“. Das ist also der liturgische Grund. Die Lichtmeßkerzen werden von Gläubigen zu besonderen Anlässen angezündet: bei schwerem Unwetter zum Beispiel. Das Kerzenlicht ist ein Symbol des Lebens, das es mit Wärme und Licht zu tun hat."
Quelle: Thüringer Tageblatt 1983 - Das romanische Marienrelief im Erfurter Dom um 1160 © Thomas Schuster Heiligenstadt