Blog der Familie Schuster aus Heiligenstadt - Heiligenstadt im Eichsfeld

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Aus dem Archiv: Heiligenstädter Läktumes

Heiligenstadt im Eichsfeld
Veröffentlicht von Thomas Schuster in Heiligenstadt · 13 Juni 2020
Tags: Neptunbrunnen
Über den Neptunbrunnen schreibt Maria Kramann:

„Die großen Verdienste, die sich in diesen Jahrzehnten der amtierende Bürgermeister Petri erworben hat, stehen bei den alten Heiligenstädtern noch in bester Erinnerung.

Von allen Brunnen ist nur unser „Läktumes“, der Neptun auf dem Marktplatz, übrig geblieben. Er stand zuvor auf dem Schloßplatz. Im Jahre 1830 erhielt er seinen Platz an der Nordfront des Hauses Dr. Koppen (jetzt Cafe Propf). Der Brunnen trägt die Jahreszahl 1769 und ist wahrscheinlich der einzige Brunnen in seiner Art, der von den wenigen, die überhaupt in Deutschland existiert haben, heute noch vorhanden ist.
Oft war der Neptun die Zielscheibe lustiger Streiche. Um 1955 ließ die Stadt den Brunnen an die Ostseite des Marktplatzes versetzen, da er inzwischen zu einem Verkehrshindernis geworden war.

Seit einigen Jahren bringen die Heiligenstädter Oberschüler nach bestandenem Abitur dem „Alten Herrn" ihre Verehrung dar, und füllen das Wasserbecken bis an den Rand mit Blumen. Die erste Ehrung bescherte dem „ewig Einsamen" eine Frau (Nixe), im nächsten Jahr hatte er Zwillinge im Arm, und vor einigen Jahren hatte man ihn mit einem Doktormantel geziert.“

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Quelle: Maria Kramann „Die Entwicklung des Gesundheitswesens auf dem Eichsfeld in den letzten vier Jahrhunderten“. – Bild: Neptunbrunnen © Thomas Schuster 1988



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