Aus dem Archiv: Einst gehörte es Johannes Weinrich

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Aus dem Archiv: Einst gehörte es Johannes Weinrich

Heiligenstadt im Eichsfeld
Veröffentlicht von Thomas Schuster in Heiligenstadt · 21 November 2022
Tags: WindischeGasseWeinrich
Dieses Haus Nr. 16 in der Windischen Gasse in Heiligenstadt erinnert uns an ihn: Johannes Weinrich, geboren 1782 in Uder, war Schuhmacher, und nebenbei betrieb er noch leidenschaftlich Musik. Er war der Erfinder der Mundharmonika und des Psalmmelodikons, einer Art Trompete mit 32 Klappen. Auf seinen Musikreisen und in seiner Werkstatt verdiente er so viel Geld, daß er den kahlen Ibergshang in Heiligenstadt kaufen konnte.

1825 begann er, diesen Hang zu bepflanzen, Anlagen und Lauben zu bauen, in denen er dann eine Restauration eröffnete, die viel besucht wurde. Am 15. Oktober 1855 verunglückte Johannes Weinrich am Iberg tödlich beim Abfeuern seiner alten Kanone. Das dort von seiner Frau errichtete Denkmal gibt der Nachwelt Kunde. Seine Erben ließen das in der Windischen Gasse gelegene Wohnhaus schon am 12. Februar 1856 im hiesigen Ratskeller meistbietend öffentlich verpachten, später wurde es verkauft.

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Quelle: Thüringer Tageblatt 01.04.1982 – Bild: Windische Gasse 16 - 2022 © Thomas Schuster Heiligenstadt



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