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Aus dem Archiv: Der „Galgenhügel” bei Heiligenstadt
Heiligenstadt im Eichsfeld
Veröffentlicht von Thomas Schuster in Heiligenstadt · Donnerstag 12 Mär 2026 · Lesezeit 1:00
Tags: RichtebergGalgenhügel
"Früher stand auf dem Galgenhügel die sogenannte Hungrabenwarte, die noch im Lagerbuch von 1671 erwähnt wird. Hier, an der alten Heerstraße von Heiligenstadt nach dem Rusteberge, lag auch die ehemalige Richtstätte, von der die gesamte Anhöhe, in deren Mittelpunkt der Galgenhügel liegt, den Namen Richteberg hat. Die letzten Hinrichtungen fanden hier noch vor 120 Jahren statt. Am 24. März 1830 wurde dort oben Johann Joseph Schuchardt aus Kefferhausen wegen Mordes gerädert und am 23. Dezember 1836 Georg Urbach aus Lengenfeld aufs Rad geflochten.

Der Name Galgen kommt auf dem Eichsfelde in den verschiedenartigsten Zusammensetzungen recht oft vor, z. B. „auf dem alten Galgen“ bei Haynrode, Niederorschel, Volkerode und Bernshausen, „Galgenberg“ bei Geisleden, Hohengandern, Breitenworbis, Kirchworbis, Bernterode (Kreis Worbis), Großbodungen, Martinfeld, Weißenborn, Obernfeld, Rollshausen und Worbis, „Galgenbreite“ bei Berlingerode, „Galgendriesch“ bei Günterode, „Galgenfeld“ bei Worbis, „Galgenholz“ bei Uder, „Galgenrain“ bei Geismar und Hildebrandshausen, „Galgental“ bei Weißenborn, „Galgenfeld“ bei Rüdershausen, Seulingen und Obernfeld."

Quelle: Eichsfelder Heimatbuch 1956 von Dr. Johannes Müller – Bild: Galgenhügel von Heinz Heinlein 1988 - Privatbesitz



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