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Aus dem Archiv: Das Nonnenkloster Zelle oder Zella
Heiligenstadt im Eichsfeld
Veröffentlicht von Thomas Schuster in Eichsfeld · Donnerstag 17 Sep 2026 · Lesezeit 1 Minuten
Tags: Kloster, Zella
„Wenn man von Lengenfeld unter dem Stein, nordöstlich des hessischen Städtchens Wannfried, seine Schritte nach Osten lenkt, so sieht man, ehe man das Dorf Struth erreicht, dicht links der Chaussee in einem friedlichen, rings von schön bewaldeten Bergen umgebenen Tale, die Mauern und Gebäude des einstigen Nonnenklosters liegen und nicht weit davon entfernt auf schwindelnder Höhe die Annenkapelle, zu welcher besonders am St. Annentage gewallfahrtet wird.

Über die Zeit, in welcher das Kloster gestiftet wurde, ist nichts bekannt; jedenfalls war es eines der ältesten des Eichsfeldes und soll zuerst mit Klosterfrauen des Ordens der Benediktiner besetzt worden sein. Von den Urkunden des Klosters sind nur wenige erhalten geblieben, da dieselben teils im Bauern- und Dreißigjährigen Kriege, teils bei einem Brande vernichtet worden sind. Nachdem dasselbe im Jahre 1802 säkularisiert und aufgehoben war, wurden unter der westfälischen Regierung sowohl Klostergebäude wie das dazu gehörige Areal als ein Land- und Waldgut verkauft, und mußten die Nonnen mit schwerem Herzen ihre liebgewordene Heimat verlassen.“

Quelle: Max von Westernhagen: „Geschichte der Familie von Westernhagen auf dem Eichsfelde“ – 1909



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