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50 Jahre Eichsfelder Heimatmuseum in Heiligenstadt

Heiligenstadt im Eichsfeld
Veröffentlicht von Thomas Schuster in Heiligenstadt · 20 Juli 2020
Tags: HeimatmuseumEichsfeldmuseum
Eichsfeldstube „unter Glas“

TT sprach mit dem Leiter des Museums, Unionsfreund Josef Bode

Heiligenstadt (TT). In diesem Jahr kann das Eichsfelder Heimatmuseum in Heiligenstadt auf das 50jährige Bestehen blicken. Das 1932 eröffnete Museum mußte während des zweiten Weltkrieges als Lazarett dienen, und die Exponate waren ausgelagert. Erst 1950 konnte der Neuaufbau des Heimatmuseums erfolgen. Seitdem nahm das Museum eine gute Entwicklung, was die wachsenden Besucherzahlen und die gelungene Gliederung in einzelne Komplexe widerspiegeln. Über die Jubiläumsvorbereitungen und die weiteren Vorhaben des Museums In diesem Jahr sprachen wir mit dem Leiter der Einrichtung, Unionsfreund Josef Bode.

© Thomas Schuster Heiligenstadt

TT: Was ist im Rahmen der Jubiläumsvorbereitung vorgesehen?

Josef Bode: Bis zum 50jährigen Bestehen - aus diesem Anlaß wird im Mai eine Feierstunde im Plenarsaal des Rathauses stattfinden - wollen wir die Neugliederung der Ausstellungsräume im linken Museumsflügel abschließen. Dieser Komplex wird so aufgebaut, daß eine regelrechte Eichsfeldstube mit Trachten, Spinnstube und Haushaltsgegenständen aus vergangenen Zeiten entsteht. Durch eine Glaswand wird dieses Ensemble vom übrigen Komplex abgetrennt. Im Treppenaufgang werden wir die Eintrittskasse unterbringen. Die dazu erforderliche Eisenkonstruktion bekommt eine Barockverkleidung.

TT: Was bringt das Jahr 1982 den Museumsbesuchern an Sonderausstellungen?

Josef Bode: Auf dem Programm stehen sieben Sonderausstellungen in Abständen von sechs bis acht Wochen. Gegenwärtig zeigen wir Landschaften und Grafiken des 18. Jahrhunderts. Gleichzeitig sind Zinnfiguren-Dioramas des Heiligenstädters H. Vogeley zu sehen. Überhaupt wird weiterhin großer Wert darauf gelegt, daß Arbeiten und Exponate von Eichsfelder Bürgern zur Schau kommen. Weitere Sonderausstellungen dokumentieren die Entwicklung der Feuerwehr im Territorium und des Straßenverkehrs. Der Heiligenstädter Maler Heinlein zeigt „Das Eichsfeld im Bild“ und der Bildhauer Löwe einige seiner Arbeiten. „Schüler zeichnen unsere Heimat“ ist ein weiteres Thema.

TT: Ein Museum lebt auch von der ständigen Bereicherung durch neue Ausstellungsstücke. Werden eigentlich noch Funde von Bürgern abgegeben?

Josef Bode: Viele Bürger, vor allem auf den Dörfern, bringen hin und wieder als Leihgaben oder Schenkungen dieses und jenes Stück. So bekamen wir 1981 einige sehr gut erhaltene Keramikgefäße, Bruchstücke einer Reiterpistole, prähistorische Scherben, Dolche und Plastiken sowie geologische Funde (Versteinerungen). Dies zeigt doch das große Interesse der Bürger an ihrem Museum.

TT: Inwieweit ist die katalogmäßige Erfassung aller Exponate des Museums gediehen?

Josef Bode: Die Inventarisierung konnten wir bereits abschließen. Aber die Katalogisierung geht natürlich immer weiter. Jedes Einzelstück wird erfaßt und fotografiert.

(Das Gespräch führte Ernst Beck)

Quelle: Thüringer Tageblatt vom 15. Januar 1982 – Bild: Treppenaufgang mit Fresko 1950 © Günter Siegl



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